7 Prozent Rendite durch Crowdinvesting in Immobilien – Bewertung: Zinsland.de

Sind 7 Prozent Rendite heute möglich und seriös? Gerade in Zeiten, in denen weder das Sparbuch, noch das Tagesgeldkonto angemessene Renditen hergibt, sind viele auf der Suche nach höheren Renditen. Im Frühjahr 2016 hat man Glück, wenn man sein Geld für 2 Prozent anlegen kann, um zumindest die Inflation auszugleichen… Es gibt jedoch nun auch alternative Investments, die durchaus höhere Zinssätze versprechen.

Moritz Eversmann, Carl-Friedrich v. Stechow und Stefan Wiskemann haben im Jahr 2014 ein Projekt gestartet, dass es nun auch Kleinanlegern ermöglicht, kleine Geldbeträge anzulegen, damit durch Crowdfunding Immobilienprojekte realisisert werden können. Bisher war diese Option nur vor allem Großanlegern möglich. Wer ein Mindestanlagevolumen von 2,5 Millionen Euro hatte, konnte beginnen in dieser Branche z.B. bei Project Investment zu investieren (siehe Pressebericht).

Heute kann jeder bereits Beträge ab 500 Euro auf der Webseite Zinsland.de investieren und erhält die gleiche 7 Prozent Rendite wie bei Project Investment. Mit der Onlineplattform steht nun eine Investmentmöglichkeit jedem offen, der sein Geld renditestark anlegen möchte.

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Im Grunde investiert der Kunde bei Zinsland in ein Nachrangdarlehen. Das Darlehen wird ab dem Tag der Investition verzinst. In der Regel gibt es eine Fundingphase, in der die Finanzierung des Projektes abgeschlossen wird. Meist dauert dann die Realisierung des Projektes 18-20 Monate. In dieser Zeit werden lukrative Immobilienprojekte erstellt, die durch Banken finanziert werden. Das Nachrangdarlehen, in das der Kunde von Zinsland.de investiert hat, wird von der Bank als Eigenkapital des Projektleiters angesehen. Dadurch bekommt er ein günstiges Bankdarlehen. Daher ist der Projektleiter auch bereit, das Nachrangdarlehen höher zu verzinsen. 7 Prozent Rendite, manchmal sogar 8 sind hier möglich. Der Kunde erhält seine angehäuften Investion samt Zinsen nach Abschluss des Projektes.

Daher ist dies eine interessante Option für Investoren, die bereit sind, ein höheres Risiko auf sich zu nehmen. Zinsland beschreibt die Funktionsweise der Investion folgendermaßen:

In manchen Fällen wird auch sogenanntes Mezzanine-Kapital eingesetzt. Über diese Beteiligungsform haben andere Geldgeber die Möglichkeit, an dem Erfolg von Entwicklungen teilzuhaben. Der Projektentwickler muss für dieses Kapital zwar höhere Zinsen zahlen. Im Gegenzug kann er jedoch dadurch seinen Eigenkapitalanteil verringern. Denn die Banken werten das Mezzanine-Kapital wie Eigenkapital. Diese Mischfinanzierung ist für den Projektentwickler vorteilhaft und bietet den Investoren auf ZINSLAND die Möglichkeit, sich an solchen Projekten zu beteiligen.

Mezzanine-Kapital ist üblicherweise nachrangig und ist für den Schuldner rückzahlungspflichtig.

Der Kunde kann sich auf der Plattform ausgiebig über die Immobilienprojekte informieren. In der Regel gibt es zu jedem Projekt auch ein Kurzvideo, das die Immobilie, die Lage, die Infrastruktur und den Projektleiter vorstellt. Dabei handelt es sich in der Regel um renommierte Unternehmen mit einem langen Track.

Kritik: Nun ist Zinsland noch ein sehr neues Projekt (2014) gegründet. Ob sich Crowdfunding im Immobiliensektor durchsetzt, bleibt offen. Zudem gibt es auf diese Anlageform keine Einlagensicherung. Zinsland macht auch darauf aufmerksam, dass im schlimmsten Fall das das Risiko eines Totalverlustes besteht. Wer kein Risiko eingehen möchte, ist heutzutage auf Festgeld, Tagesgeld oder Anleihen angewiesen (die mittlerweile leider sogar negative Renditen haben können).

Dennoch handelt es sich bei Zinsland um ein sehr interessantes Projekt, dass es nun erstmals in Deutschland auch Kleinanleger ermöglicht, in Immobilienprojekte zu investieren und dabei eine ordentliche Rendite zu erwirtschaften. In wirtschaftlich unsicheren Zeiten, sind 7 Prozent Rendite ansehnlich.